Lesezeit:1 Min

Das Team für das strategische Forschungsmanagement des Fraunhofer IFF hat Verstärkung bekommen. Marina Zempeltzi ist eigentlich Neurowissenschaftlerin und hat soeben erfolgreich ihre Promotion am Magdeburger Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) abgeschlossen. Mit Beginn des Jahres 2021 ist sie neue Mitarbeiterin am Fraunhofer IFF.

Die 34-jährige Griechin studierte ursprünglich Biologie in Thessaloniki, bevor sie sich für einen Ortswechsel entschied und für ein Masterstudium in Neurobiologie nach Magdeburg an die medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität kam. Direkt im Anschluss an ihr Studium bekam sie die Chance, am Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) zu forschen und auch ihre Doktorarbeit zu schreiben, die sie exzellent abschloss. »Magdeburg ist für Neurobiologinnen und Neurobiologen ein interessanter Forschungsstandort«, erzählt sie. »Das LIN ist für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Neurowissenschaften international bekannt. Dort meine Promotion schreiben zu dürfen war etwas Besonderes.«

Doch was macht eine promovierte Neurowissenschaftlerin jetzt an einem Forschungsinstitut wie dem Fraunhofer IFF mit produktionsorientiertem Schwerpunkt? »Das ist erstmal eine gute Frage«, sagt sie und lacht.

Mein Fokus hier liegt aber vor allem auf interdisziplinärem Arbeiten. Meine Aufgabe wird es sein, Zukunftsthemen zu identifizieren, die Netzwerkbildung voranzutreiben und verschiedene Forschungsansätze zielgerichtet zusammenzuführen.

Marina Zempeltzi, Fraunhofer IFF

Ihre diesbezüglichen Kompetenzen hat sie in der Vergangenheit schon erfolgreich unter Beweis gestellt. »Schon während meiner bisherigen Forschungsarbeit habe ich in vielen interdisziplinären Projekten und Teams gearbeitet. Aus Sicht der Neurowissenschaften gibt es zum Beispiel klare Verbindungen zu Themen wie Robotik, KI und Brain Machine Interfaces. Deshalb habe ich unter anderem auch mit der Fakultät für Informatik an der Otto-von-Guericke Universität zusammengearbeitet. Ich fand es schon immer total spannend und hilfreich, für die Lösung einer wissenschaftlichen Frage über den Tellerrand zu blicken und Probleme aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven zu betrachten. Meine neuen Kolleginnen und Kollegen hier am Fraunhofer IFF denken und arbeiten genauso. Als das Team Forschungsmanagement Verstärkung suchte, war es deshalb für mich eine leichte Entscheidung, den Schritt von der experimentellen Forschung zu den ›Anwendern‹ zu wagen.«

Fürs Nächste hofft Marina Zempeltzi auf ein schnelles Ende der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen. Denn gerade für die interdisziplinäre Arbeit sind für sie Interaktion und Kommunikation untereinander besonders wichtig. »Ich glaube an bidirektionale Interaktionen. Wenn Menschen sich austauschen und gemeinsame Ziele haben, kann man viel erreichen.«

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Close